Was ist Caffè Crema? Der Unterschied zum Espresso
Caffè Crema ist ein langer Kaffee aus der Espressomaschine: gröber gemahlen, mit mehr Wasser, rund und mit durchgehender Crema. So unterscheidet er sich von Espresso, Americano und Filterkaffee.
Caffè Crema ist ein langer Kaffee aus der Espressomaschine: Das ganze Wasser läuft unter Druck durch etwas gröber gemahlenen Kaffee. Heraus kommt eine große Tasse, runder und milder als ein Espresso, mit einer goldbraunen Crema, die bis zum letzten Schluck obenauf bleibt. In Deutschland ist er oft das, was einfach „Kaffee“ heißt.
Was ist Caffè Crema?
Der Name kommt von der Crema, der feinen Schaumschicht, die nur unter Druck entsteht. Ende der 1940er Jahre hieß in Italien zunächst der Espresso selbst „caffè crema“, nach eben dieser Schicht. Später setzte sich dort „Espresso“ durch.
Den langen Caffè Crema, wie du ihn heute kennst, gibt es seit den 1980er Jahren. Er kommt aus der Schweiz und Norditalien, aus den Regionen entlang der Grenzen. Getrunken wird er vor allem in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In der Schweiz heißt er auch Schümli, auf Deutsch oft Café Crème oder Café Crema. Gemeint ist immer dasselbe Getränk.
Was ist der Unterschied zwischen Caffè Crema und Espresso?
Beide entstehen in derselben Maschine, mit demselben Druck und in ähnlicher Zeit, rund 25 bis 30 Sekunden. Der Unterschied liegt im Mahlgrad und in der Wassermenge:
- Espresso: fein gemahlen, kurz, etwa 25 bis 30 ml je Tasse. Konzentriert, vollmundig, dichte Crema.
- Caffè Crema: etwas gröber gemahlen, lang, etwa 120 bis 240 ml je Tasse. Für einen doppelten Bezug ist das ungefähr dreimal so viel Wasser wie beim Espresso.

Der gröbere Mahlgrad lässt mehr Wasser in derselben Zeit durch. So wird der Caffè Crema lang, ohne dünn zu werden.
Ist Caffè Crema dasselbe wie ein Americano oder ein Lungo?
Nein, auch wenn die Tassen ähnlich aussehen.
- Americano: ein normaler Espresso, danach mit heißem Wasser aufgefüllt. Das Wasser läuft nicht durch den Kaffee, deshalb schmeckt er anders und die Crema verteilt sich.
- Lungo: ein Espresso mit mehr Wasser, etwa 90 bis 110 ml, aber mit Espresso-Mahlgrad. Der Caffè Crema ist noch einmal deutlich länger, meist doppelt so lang.
- Caffè Crema: das ganze Wasser läuft durch den Kaffee. Das gibt ihm seinen runden Geschmack und die durchgehende Crema.
Und was unterscheidet ihn vom Filterkaffee?
Filterkaffee läuft ohne Druck durch noch gröberes Pulver. Er ist klar und leicht, hat aber keine Crema. Der Caffè Crema liegt dazwischen: lang wie Filterkaffee, mit Körper und Crema wie ein Espresso.
Ist im Caffè Crema Milch?
Nein. Caffè Crema ist schwarzer Kaffee, die „Crema“ ist der Kaffeeschaum, keine Sahne. Verwechslungsgefahr gibt es mit dem französischen Café crème: Der wird in Frankreich mit Milch serviert. Milch oder Zucker kannst du natürlich trotzdem dazugeben.
Wie bereite ich Caffè Crema zu?
Im Vollautomaten ist Caffè Crema meist die Standardtaste, oft „Café Crème“ oder einfach „Kaffee“. Stell den Mahlgrad eine Stufe gröber als für Espresso und die Wassermenge auf 120 bis 180 ml. Läuft der Kaffee nur tröpfchenweise, ist der Mahlgrad zu fein.
Im Siebträger mahlst du deutlich gröber als für Espresso, ungefähr in der Mitte zwischen Espresso und Filterkaffee. Tampe etwas sanfter und stoppe nach 25 bis 30 Sekunden. Weil grobes Pulver mehr Platz braucht, passt ein großes Sieb besser.
Mit Kapseln gibt es keinen echten Caffè Crema, weil der Mahlgrad in der Kapsel feststeht. Am nächsten kommt ein Lungo, zum Beispiel der Lungo Delizioso aus 100 % Arabica, mit ca. 110 ml zubereitet.
Welche Bohnen eignen sich für Caffè Crema?
Für die große Tasse brauchst du Bohnen, die auch lang aromatisch bleiben. Meist sind das Sorten mit hohem Arabica-Anteil und mittlerer Röstung; wer es kräftiger mag, nimmt eine Mischung mit Robusta. Unsere Caffè Crema Bohnen sind alle langsam in der Trommel geröstet, in unserer Rösterei in Genua, und für Vollautomat und Espressomaschine gemacht. Drei Wege, je nach Geschmack:
- Mild und fruchtig: der Caffè Crema Fino, 100 % Arabica aus Mittel- und Südamerika, mit feiner Säure und üppiger Crema.
- Weich und vollmundig: der Caffè Crema Dolce, 80 % Arabica, mit Noten von Kakao und Zerealien.
- Kräftig: der Caffè Crema Forte, Arabica mit Robusta, unsere kräftigste Crema-Sorte, mit sattem Körper, dichter Crema und Kakao im Nachklang.
Alle Sorten im Überblick findest du in der Kollektion Caffè Crema. Wie ein Espresso gelingt, steht in unserem Ratgeber zur Espresso-Zubereitung.











































































































































