Espresso Zubereitung

Espresso Zubereitung

Lernen Sie von echten Genuss-Enthusiasten, was einen richtigen Espresso ausmacht. Meistern Sie die Zubereitung Ihres Caffès und genießen Sie "La dolce vita" in vollen Zügen!

Übersicht:

Was ist ein Espresso?

 

Espresso ist eine Zubereitungsart, die seiner Zeit in Mailand um das Jahr 1900 herum erfunden wurde. Bei der Zubereitung wird Wasser mit hohem Druck durch sehr fein gemahlenes Kaffeemehl gepresst, das dunkel gerösteten Bohnen entstammt. Das Verfahren ergibt einen sehr starken und aromatischen Caffè, auf dem sich eine dichte, goldbraune Schaumschicht - die Crema - befindet, die wesentlich zum Aroma beiträgt. In Italien heißt er einfach nur "Caffè", wird in vorgewärmten, besonders dickwandigen Tassen serviert und oft in den Bars im Stehen getrunken.

Sie möchten den perfekten Espresso zuhause genießen?

Wir zeigen Ihnen wie Sie Schritt für Schritt diese köstliche, italienische Spezialität mit Hilfe der “Vier M-Regel" zubereiten können. Außerdem haben wir viele nützliche Tipps für Sie zusammengestellt.

  • La Miscela – Die Mischung
  • La Macinatura – Die Mahlung
  • La Mano – Die Handwerskskunst
  • La Miscela – Die Mischung

La Miscela - Die Mischung

 

Das erste „M“ steht für die Mischung. Sie entscheidet ganz wesentlich über die Qualität Ihres Espressos. Da Kaffee ein Naturprodukt ist, vielen Einflüssen unterliegt und außerdem nicht immer in allen Sorten und Qualitäten verfügbar ist, setzen wir bei Cellini Caffè unser ganzes Können ein, um Ihnen stets die gewohnte, hochwertige Qualität anbieten zu können. Grundsätzlich achten wir bei unseren exklusiven Mischungen auf einen hohen Arabica-Anteil, da dieser für einen feinen, ausgewogenen Geschmack sorgt. Bei einigen Sorten fügen wir eine kleine Menge Robusta-Kaffee hinzu. Dadurch erhält Ihr Caffè einen ausgeprägteren Charakter und mehr Würze. Gleichzeitig sorgt Robusta für eine dick-samtige Crema, die das Aroma bei der Espresso Zubereitung bewahrt und Ihren Gaumen beim Genuss auf angenehme Weise ausfüllt.

 

Tipp:

Achten Sie bei der Wahl der Bohnen darauf, dass diese gleichmäßig dunkel geröstet sind und glänzen. Der Glanz entsteht durch den Austritt von Kaffeeölen und ist ein Zeichen dafür, dass die Bohnen lange und schonend geröstet wurden.

Im Cellini Caffè Shop finden Sie garantiert eine Mischung nach Ihrem Gusto, ganz gleich ob Sie eher milde Kaffeenoten bevorzugen, die Ihnen unser Prestigio 100% Arabica bietet oder Sie eher mit einem besonders ausgeprägten Aroma und kräftigen Noten liebäugeln. Hier überzeugt z.B. Crema Speciale, der sowohl pur getrunken, als auch mit cremigem Milchschaum eine echte Kaffeespezialität ist. Der Liebling unserer Baristi, mit denen wir in vielen Ländern auf der Welt zusammenarbeiten ist der Barista Gran Aroma. Eine Kreation aus 80% bester Arabica-Kaffeebohnen und 20% hochwertigster, gewaschener Robusta-Kaffees aus Indien. Der ausgewogene und vollmundige Geschmack des Gran Aroma wird angenehm verstärkt durch die traditionelle und besonders schonende Röstung in der Trommel, die jede Cellini Caffè Mischung durchläuft.

 

Frisch geröstete Espressobohnen

La Macinatura – Die Mahlung

 

Ein weiterer entscheidender Faktor für den perfekten Caffè Genuss ist der richtige Mahlgrad. Ein falscher Mahlgrad, verursacht durch eine falsche Mühleneinstellung, kann den typischen italienischen Espressogeschmack schnell beeinträchtigen.

Wenn Sie auf die traditionelle Espresso Zubereitung wie in einer Caffè Bar schwören, benötigen Sie neben einer Espressomaschine eine entsprechende Kaffeemühle. Die Mühle sorgt dafür, dass die Zubereitung überhaupt möglich wird, denn erst durch das Mahlen kann das heiße Wasser die feinen Aromen und Farbstoffe aus der Bohne herauslösen. Beim Mahlvorgang werden die Kaffeebohnen in sehr kleine Partikel zerschnitten. Aromen strömen aus (der typische Duft) und ätherische Öle oxidieren mit dem Luftsauerstoff. Wir empfehlen Ihnen die Bohnen immer erst ganz frisch vor der Zubereitung zu mahlen. Sollten Sie eine Mühle mit Dosierbehälter verwenden, achten Sie darauf, dass sich immer nur wenig Kaffee darin befindet, denn schon nach kurzer Zeit verflüchtigen sich die wunderbaren Aromen!

Tipp:

Wir empfehlen Ihnen eine sogenannte “grind on demand” Kaffeemühle, wie Sie inzwischen von vielen Herstellern angeboten wird. Diese Mühlen portionieren, die exakt benötigte Einwaage wahlweise für eine oder zwei Tassen portionsfrisch direkt in den Filterträger Ihrer Espressomaschine. Ein weiterer Vorteil dieser neueren Technologie ist, dass Sie bei einer Mahlgradjustierung das Ergebnis sofort im Sieb Ihres Filterhalters vorfinden, ohne dass Sie erst den Vorratsbehälter Ihrer Mühle entleeren und nicht korrekt gemahlenes Mahlgut gegebenenfalls entsorgen müssen. “Grind on demad” Mühlen sind was Frische und Handling anbelangt nicht zu übertreffen.

Espressokaffee wird in der Regel sehr fein gemahlen. Der einmal eingestellte Mahlgrad muss jedoch regelmäßig überprüft und ggf. nachjustiert werden. Frisch gemahlener Kaffee nimmt schnell Feuchtigkeit aus der Luft auf und gibt sie ebenso rasch wieder an die Luft ab. Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft (bei hoher Luftfeuchtigkeit – schlechtem Wetter), verlängert die Extraktionszeit. Ist die Luftfeuchtigkeit jedoch nur gering, gibt der gemahlene Kaffee Feuchtigkeit ab, die Extraktionszeit wird verkürzt. Bei extremen Witterungsschwankungen ist es empfehlenswert den Mahlgrad häufiger zu überprüfen. Am leichtesten geht das mit einer Stoppuhr und einem Shotglas.

 

Frisch gemahlener Kaffee

Läuft der Espresso in weniger als 25 Sekunden (bei 25 - 30 ml) in die Tasse muss der Mahlgrad feiner sein. Läuft der Caffè dagegen länger als 30 Sekunden müssen die Bohnen gröber gemahlen werden. Ihr perfekter Wachmacher gelingt, wenn binnen einer Extraktionszeit von 25-30 Sekunden etwa 30 ml Flüssigkeit in die Tasse gelangen.

Wenn sich keine Kaffeemühle in Ihrem Besitz befindet, finden Sie bei Cellini Caffè auch ein reichhaltiges Sortiment an bereits gemahlenem Espresso in Vakuumpackungen à 250 g. Unsere Spitzenqualität Cellini Caffè Premium wird für besten Frische- und Aromaschutz in Dosen à 250g abgefüllt. Hier finden Sie unterschiedliche Körnungen: geeignet für die Espresso Zubereitung mit Ihrer Herdkanne oder fein gemahlen für Ihren Siebträger. Auch Espressokenner mit Koffeinunverträglichkeit kommen nicht zu kurz. Cellini Caffè Premium Decaffeinato garantiert 100% Genuss ohne Koffein. Diese edle Arabica-Mischung mit geringem Koffeingehalt entfaltet ihr einzigartiges, feines Aroma auch ohne Beigabe von Zucker.

 

Bialetti Espressokocher

Tipp:

Damit das Aroma bis zur letzten Tasse erhalten bleibt, empfehlen wir die Lagerung an einem kühlen, trockenen Ort (Kühlschrank, Achtung nicht in der Nähe stark riechender Lebensmittel, wie z.B. Käse). Achten Sie darauf, dass die Packung wieder gut verschlossen wird. Weniger ratsam ist es das Kaffeemehl in ein Gefäß umzufüllen. Hierbei beginnen die sensiblen Aromen bereits sich ein erstes Mal zu verflüchtigen.

La Macchina – Die Maschine

 

Das dritte „M“ steht schließlich für die Maschine. Eine gute Espressomaschine braucht entsprechenden Druck. Der Wasserdruck sollte rund 9 Bar betragen. Nur so kann sich die Crema – die Krönung eines jeden Espressos – richtig entwickeln. Nun wird es heiß! Denn die Wassertemperatur sollte etwa 88 - 94 Grad betragen. Das ist besonders wichtig, weil sich nur so die überaus feinen Aroma- und Geschmackskomponenten voll entfalten können.

Ein Espresso besteht fast zu 98 % aus Wasser. Deshalb spielt diese „Zutat“, neben dem Kaffee selbst, eine wichtige Rolle. Ideal zur Zubereitung ist ein Wasser mit einem ph-Wert von 7,0 mit einem Gesamthärtegrad von ca. 8 Grad d (= Grad deutscher Härte). Die Gesamthärte des Wassers gibt den Gehalt an Calcium- bzw. Magnesiumionen im Wasser an. Je höher die Zahl, desto härter ist das Wasser. Vor Inbetriebnahme einer Kaffeemaschine sollte immer die Wasserqualität analysiert und bei Bedarf ein Filter eingesetzt werden, der das Wasser optimal aufbereitet; denn die Einstellung der Wasserhärte ist für den Geschmack wichtig. So wie Sie für Ihren Kaffee die beste Maschine und die besten Kaffeebohnen verwenden, so sollten Sie auch auf die optimale Wasserqualität und auf eine hygienische Filtertechnik Wert legen. Den Härtegrad können Sie übrigens ganz leicht mit einem Teststreifen bestimmen oder alternativ den Wert bei Ihrem örtlichen Wasserversorger erfragen.

 

Siebträger Maschine

La Mano – Die Handwerkskunst

 

Die „Handwerkskunst“ ist bei der Espressozubereitung mit die wichtigste Disziplin. Angefangen von der Auswahl einer hochwertigen Kaffeesorte, der richtigen Einstellung Ihrer Maschine und der Bestimmung des richtigen Mahlgrads. Kurzum die Beachtung aller zuvor beschriebenen Parameter.

Für eine Tasse mit rund 30 ml Espresso füllen Sie den Filterträger mit etwa 7 g gemahlenem Kaffee. Nun pressen Sie mit dem Tamper das Mahlgut in Ihr Brühsieb. Der Anpressdruck sollte bei ca. 15-20 kg liegen. Hier ist wirklich Feingefühl gefragt, dass der gemahlene Kaffee gleichmäßig und gerade verpresst wird, andernfalls fließt das Wasser entweder zu langsam oder zu schnell durch den Kaffee.

 

Cellini Caffè Tamper

Übrigens durch die traditionelle Röstung in der Trommel, sind die Cellini Caffè Kompositionen besonders sparsam im Verbrauch, was einen geringeren Wareneinsatz je Tasse bedeutet.

Bevor Sie nun mit dem Brühvorgang beginnen, empfehlen wir Ihnen, kurz etwas Wasser aus der Brüheinheit abzulassen. Dies hat folgende Bewandtnis: Gerade große Kaffeemaschinen überhitzen das Kesselwasser, so dass die Brühtemperatur zu Beginn zu hoch ist. Durch das Ablassen reguliert sich die Temperatur und der optimalen Espressozubereitung steht nichts mehr im Weg.

Die Crema sollte eine goldbraune Färbung und Ihr Erscheinungsbild eine Marmorierung aufweisen. Ihre Konsistenz bildet eine geschlossene Decke, die auch nach dem Umrühren erhalten bleibt und sich wieder schließt. Ob die Crema eine gute Konsistenz hat, erweist sich, wenn Sie den Zucker auf die Crema geben. Der Zucker bleibt auf ihr liegen und sinkt dann erst - mehr oder weniger langsam – in den Espresso hinab. Ein Moment für Genießer!

Die perfekte Espresso Zubereitung

 

Damit der kleine Schwarze auch schön heiß bleibt, ist es empfehlenswert, spezielle Espresso-Tassen zu verwenden. Diese zeichnen sich durch besonders dicke Tassenwände aus. Zusätzlich sollten die Tassen mit heißem Wasser vorgewärmt werden.

 

Frisch zubereiteter Espresso

Natürlich können Sie einen hervorragenden Espresso zuhause auch ohne professionelle Siebträgermaschine zubereiten. Die Italiener verwenden traditionell einen Espressokocher. Mit dem kleinen massiven Zubereiter aus Metall kann man im Handumdrehen köstlichen Caffè auf jeder Herdplatte zubereiten. Cellini Caffè bietet dafür die idealen Kompositionen für die perfekte Espresso Zubereitung. Buon Caffè!

 

Cellini Caffè Espresso Tasse

Fazit

 

Wir sind der Meinung, dass es den perfekten Espresso eigentlich gar nicht gibt, denn der Genussmoment hat vor allem etwas mit Ihren ganz persönlichen Präferenzen zu tun. Auch in unserer Heimat Italien werden beispielsweise im Norden eher milde Kompositionen mit einem hohen Arabicaanteil bevorzugt, während im südlichen Stiefel des Landes vor allem ausgeprägte und sehr kräftige Mischungen getrunken werden. Einige hundert Röstereien allein in Italien sind das Sinnbild dieser großen Geschmacksvielfalt. Entscheidend für das Gelingen und die Zubereitung sind:

  • Auswahl und Qualität des Kaffees

Achten Sie auf eine gute Qualität Ihrer Espressoröstung. Aus einem kg können Sie ca. 120-130 Tassen zubereiten, daraus resultiert ein Tassenpreis je nach Sorte von nur 12-15 Cents.

  • Tassen vorwärmen

Obwohl Espressotassen meist aus dickem Porzellan bestehen, kühlt der Espresso in nicht vorgeheizten Tassen sehr schnell ab. Außerdem hat die Crema dadurch einen besseren Stand.

  • Brühkopf reinigen

3-4 Sekunden sind schon ausreichend, um die Brüheinheit mit heißem Wasser zu spülen. Der Hintergrund ist ganz einfach: Kaffeerückstände werden entfernt und zu heißes Wasser wird abgelassen, so dass eine optimale Brühtemperatur gewährleistet wird

  • Die richtige Menge an Kaffeepulver

Etwa 7g benötigen Sie für einen sogenannten “Single Shot”. Für die Bestimmung eignen sich digitale Feinwaagen.

  • Auf den Mahlgrad kommt es an

Achten Sie auf einen feinen Mahlgrad, dieser sollte so bemessen sein, dass binnen 25-30 Sekunden etwa 30 ml fertiger Espresso in die Tasse gelangen.

  • Richtig tampen

Verpressen Sie das Kaffeemehl gleichmäßig und mit einem Druck von ca. 15-20 kg im Brühsieb des Filterhalters Ihrer Espressomaschine.

  • Genießen

Legen Sie Ihr Handy zur Seite und erfreuen Sie sich an den über 600 Aromen. Mit einem kleinen Schluck stillem Wasser können Sie Ihren Gaumen neutralisieren und sich auf diesen Moment einstimmen. Vervollkommnen Sie den Genussmoment mit einem Stück Schokolade, einer Tartufi Trüffelpraline oder köstlichen, weich gebackenen Amaretti!

Wussten Sie eigentlich, dass...

...Espresso weniger Koffein hat als andere Caffès

...Koffein völlig geruchs- und geschmacklos ist

...man Koffein durch Rösten von Caffè nicht verstärken kann

Entscheidend für die Auslösung von Koffein ist die Kontaktzeit zwischen Kaffeemehl und Wasser.

Was unterscheidet eigentlich Espresso von klassischem Filterkaffee?

  • Die deutlich längere Veredelung bzw. Röstung
  • Die eingesetzten Rohkaffees
  • Die Zubereitung im Dampfdruckverfahren (Espressomaschine oder Vollautomat)
  • Der Koffeingehalt
  • Die Bekömmlichkeit - Espresso präsentiert sich mit einem deutlich ausgeprägterem Geschmackserlebnis

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